Lesben- und Schwulenverband

Liebe Mitstreiter,
die Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft jährt sich zum zehnten Male. Seit 2001 ist es Lesben und Schwulen in Deutschland und somit auch in Sachsen möglich, eine rechtlich anerkannte Lebensgemeinschaft einzugehen. Viele tausend Paare haben sich seitdem das Jawort gegeben.

Ein Erfolg, der nicht zuletzt dem Engagement unzähliger Aktivisten von schwullesbischen Vereinen und den damaligen grün-roten Mehrheitsverhältnissen im Bundestag zu verdanken ist. Jahrzehntelange Überzeugungsarbeit musste geleistet werden, hunderttausende Unterschriften wurden gesammelt, unzählige Petitionen zur Einführung eines Lebenspartnerschaftsgesetzes eingereicht. Nach vielen Rückschlägen gelang 2001 der Durchbruch. So mancher Skeptiker zweifelte, ob Homosexuelle die eingetragene Lebenspartnerschaft jemals eingehen und ob diese überhaupt halten würden.

Doch am Ziel sind wir noch lange nicht. Nach wie vor werden verpartnerte Paare massiv gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen diskriminiert. Vom Steuerrecht bis hin zu den Angestellten im öffentlichen Dienst. In Sachsen hinken wir besonders hinterher, obwohl die erfolgreichen Gerichtsprozesse den Druck auf die Landesregierung nun endlich wirksam erhöhen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben sich in Sachsen bei vielen Vorfällen immer als verlässliche Partner erwiesen. Durch kritische Anfragen im sächsischen Landtag und gemeinsame Veranstaltungen, beispielsweise in Chemnitz, konnte erfolgreich auf viele Missstände hingewiesen werden und Veränderungen in Köpfen konservative Kreise herbeigeführt werden.

Und nun lasst uns unser nächstes Ziel konsequent verfolgen, die Lebenspartnerschaft endlich der Ehe in Sachsen gleichzustellen und sie zu einer wahrhaftigen Homo-Ehe machen.

Michel Röhricht
Mitglied im Vorstand LSVD Sachsen e.V.

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