Windkraft-Stopp: CDU und SPD liefern, was die AfD bestellt

29. September 2026

Die Staatsregierung aus CDU und SPD will keine neuen Windräder mehr genehmigen lassen, bis die neuen Regionalpläne stehen. Das soll Ende 2027 so weit sein.

Dazu erklärt Martin Helbig, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen:

„Mit einem Windkraft-Moratorium plant die Landesregierung, sich zur ausführenden Kraft unverantwortlicher AfD-Forderungen zu machen. Die AfD feiert den Windkraft-Stopp schon jetzt als ihren Erfolg. Sachsen ist fast Schlusslicht beim Ausbau der Erneuerbaren. Wer hier von ‚Wildwuchs' spricht, greift rechtspopulistische Sprache auf, und das fernab jeder fachpolitischen Logik.

Zudem kommen starke Zweifel an der Wirtschaftskompetenz der Landesregierung auf: Unternehmen, die heute investieren wollen, fragen zuerst nach preiswertem und sauberem Strom. Unsere Regierung antwortet: Kommen Sie frühestens 2028 wieder. Wie entscheidend eine günstige, grüne Stromversorgung für den Standort ist, ignoriert die Minderheitsregierung völlig.“

Landesvorsitzende Coretta Storz ergänzt:

„Ich frage mich, ob die Landesregierung den Hitzesommer und die Energiekrise absichtlich ignoriert. Wir merken doch aktuell deutlicher denn je, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern teuer und unsicher ist. In diesem Sommer sind in Deutschland Tausende Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Angesichts von Energiekrise und Klimawandel eine Politik gegen Energiesicherheit, gegen Klimaschutz und damit gegen Menschen zu planen, ist gefährlich und falsch. Die Landesregierung sollte für die Akzeptanz von Windkraft werben und diejenigen unterstützen, die an der Energiewende teilnehmen wollen, statt politische Vorschläge aus AfD-Flyern umzusetzen.“

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