Klima- und Umweltschutz für den bestehenden Kiesabbau Würschnitz zu kurz gekommen

21. Jan. 2023 –

Für das Camp von Klimaaktivist*innen im Wald um das Kiesabbaufeld Würschnitz ist eine Räumung angekündigt. Gleichzeitig will das kiesabbauende Unternehmen den Tagebau um das Feld Würschnitz-West erweitern. Dazu erklärt Christin Furtenbacher, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen:

"Der Schutz und Erhalt von Wald und Mooren ist ein zentraler Baustein im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben. Die geplante Erweiterung des Kiesabbaus im Dresdener Heidebogen bereitet uns deshalb große Sorgen. Wir lehnen es ab, dass für den Klima- und Naturschutz relevante Gebiete dem Abbau von Baustoffen geopfert werden. Wir brauchen eine sächsische Rohstoffstrategie, die dem Recycling von Baustoffen höchste Priorität einräumt, um dem Kiesabbau in schützenswerten Gebieten ein Ende zu setzen."

"Im laufenden Genehmigungsverfahren für die Erschließung eines neuen Kiesabbaufeldes Würschnitz-West erwarten wir vom zuständigen Oberbergamt, die Belange von Umwelt- und Klimaschutz maximal zu berücksichtigen. Eine vollständige und sorgfältige Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, bei dem potentielle Gefährdungen für Wald, Tiere, Wasser und Moor eine erhebliche Rolle spielen, sind unerlässlich. Alle Möglichkeiten, um eine Erweiterung des Kiestagebaus zu verhindern, müssen ausgeschöpft werden. Dieses konsequente Handeln ist zwingend notwendig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, zu denen auch der Freistaat verpflichtet ist."

"In der zurückliegenden Entscheidung für den bestehenden Kiesabbau Würschnitz sind Klima- und Umweltschutz zu kurz gekommen. Wir haben größtes Verständnis für die Proteste von Bürger*innen vor Ort, Umweltorganisationen und Klimaaktivist*innen die dort ausharren. Wir setzen uns mit ihnen gemeinsam dafür ein, dass im noch zu entscheidenden Verfahren über die West-Erweiterung des Tagebaus dem Schutz von Wald und Mooren oberste Priorität eingeräumt wird."

"Für die angekündigte Räumung des Camps von Klimaaktivist*innen fordern wir von den Einsatzkräften ein Höchstmaß an Deeskalation und Vorsicht, um Gefahr für Leib und Leben der Menschen vor Ort abzuwenden."

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