Hitzeschutz jetzt: Sachsen muss auf die Folgen der Klimakrise reagieren

Die Klimakrise ist in Sachsen deutlich spürbar: Immer häufigere Hitzewellen gefährden die Gesundheit und Leben vieler Menschen und stellen Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen machen sich deshalb für einen wirksamen Hitzeschutz stark. Ziel ist es, die Menschen besser vor extremer Hitze zu schützen und den Freistaat konsequent an die Folgen der Klimakrise anzupassen. Unsere 5 Forderungen dazu:

Bei großer Hitze muss Arbeit flexibel organisiert werden können: früher anfangen, länger Pause machen oder anstrengende Tätigkeiten auf die kühleren Stunden verschieben. Das schützt die Gesundheit und hilft auch den Unternehmen, denn an besonders heißen Tagen steigen die Krankmeldungen wegen Kreislaufproblemen deutlich. Ende Juni lagen diese Krankmeldungen in Sachsen nach Angaben der Barmer 31 Prozent über dem Durchschnitt des ersten Halbjahres.

In Schulen, Behörden, Hochschulen und anderen Einrichtungen des Freistaats muss es kostenloses Trinkwasser geben. Außerdem braucht Sachsen mehr öffentliche Trinkbrunnen auf Plätzen, in Parks und an anderen öffentlichen Orten. Eine einfache, zentrale Online-Karte kann jederzeit zeigen, wo sich der nächste öffentliche Trinkbrunnen oder eine kostenlose Möglichkeit zum Wasserauffüllen befindet.

Wenn neue Parkplätze entstehen, müssen Bäume, begrünte Überdachungen oder Solardächer verpflichtend dazugehören, damit sich die Flächen nicht zu großen Hitzeinseln entwickeln. Die Solardächer lassen sich für das Laden von E-Autos nutzen. Angesichts des Trends zur Elektromobilität wäre das eine sinnvolle Kombination aus Schatten und Energieerzeugung.
Gleichzeitig soll der Freistaat den Umbau bestehender Parkplätze fördern – für mehr Grün oder Solardächer statt noch mehr nacktem Asphalt.
Schulhöfe, Kitagelände, Marktplätze und Innenhöfe heizen sich im Sommer extrem auf. Der Freistaat muss Städte und Gemeinden deutlich stärker als bisher beim Hitzeschutz unterstützen: Asphalt zu entfernen, Bäume zu pflanzen sowie Dächer und Fassaden zu begrünen.
Dafür müssen die Klimamillionen neu aufgelegt werden: Die Landkreise und die kreisfreien Städte müssen wieder jährlich eine Million Euro für Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen der Hitze erhalten. In den Jahren 2023 und 2024 gab es dieses Geld unter bündnisgrüner Regierungsbeteiligung bereits.
Kitas, Schulen, Pflegeheime und Krankenhäuser brauchen Klimaanlagen. Sachsen muss dafür ein Sonderprogramm auflegen, das den Einbau energieeffizienter Klimaanlagen und anderer Kühltechnik bezahlt. Das zusätzliche Sonderprogramm muss allen Kitas und Krankenhäusern offenstehen und schnell abrufbar sein. Das Kommunale Energie- und Klimabudget sollte direkt den Landkreisen und kreisfreien Städten zugewiesen werden. Das gesonderte Landesprogramm würde die Finanzierungslücke für Einrichtungen anderer Träger schließen.
Mit diesen Maßnahmen wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen den Hitzeschutz zu einer zentralen Aufgabe der Landespolitik machen. Ziel ist es, die Gesundheit der Menschen besser zu schützen, Kommunen bei der Klimaanpassung zu unterstützen und Sachsen auf die zunehmenden Folgen der Klimakrise vorzubereiten.

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