Nach AfD-Wahlsieg: Demokratisches Miteinander statt populistischer Schuldzuweisungen

Am Sonntag ist es der AfD erstmals gelungen, ein kommunales Spitzenamt zu gewinnen. Bei der Landratswahl in Sonneberg setzte sich der AfD-Kandidat im zweiten Wahlgang durch.
Dazu sagte Landesvorsitzende Marie Müser: "Das Ergebnis der Landratswahl in Sonneberg ist bestürzend und sollte uns allen zu denken geben. Wir GRÜNEN sehen nun alle Demokrat*innen in der Verantwortung, unsere Demokratie zu stabilisieren und unser gesellschaftliches Miteinander zu stärken. Leider haben zuletzt nicht alle demokratischen Parteien zu einem fruchtbaren politischen Streit beigetragen. Stattdessen wurde das gesellschaftliche Klima mit Fingerzeigen und Schuldzuschreibungen mehr und mehr vergiftet. Dies stärkt am Ende nur die Feinde unserer Demokratie."

Landesvorsitzende Christin Furtenbacher ergänzte: "Wir GRÜNEN fordern von allen Demokrat*innen, zur Befriedung des gesellschaftlichen Klimas beizutragen, statt selber zu spalten. Wer bislang immer noch glaubte, man könne die AfD durch ein Kopieren von deren populistische Parolen und Hetzereien schlagen, sollte spätestens jetzt erkennen, dass diese Strategie nach hinten losgeht. Es wäre falsch, sich jetzt an den Wähler*innen in Sonneberg abzuarbeiten. Heute ist es wichtiger denn je, Politik ehrlich zu erklären, anstatt einfache Lösungen zu propagieren. Nur so können wir verhindern, dass die AfD weiteren Einfluss gewinnt und das gesellschaftliche Klima immer mehr verdorben wird."

Zeit für Sachsen: Bildungsfreistellung für attraktive Arbeitsbedingungen und ein starkes Gemeinwesen

Als Teil eines breiten Bündnisses initiiert vom DGB Sachsen unterstützen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen den Volksantrag für 5 Tage Bildungszeit jährlich. Dazu erklärt Christin Furtenbacher, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen:

"Es sind die Beschäftigten, die mit ihrem Tagwerk den Laden am Laufen halten und unseren Wohlstand erwirtschaften. Außerhalb von Bayern und Sachsen gehört es längst zum Arbeitsalltag, dass sie Anspruch auf eine Freistellung für Weiterbildung und Qualifizierung haben. Es ist höchste Zeit, dass Sachsen hier nachzieht. Der enorme Fachkräftebedarf verbietet es uns, bei der Attraktivität von Arbeitsbedingungen anderen Ländern nachzustehen."

"Viele Menschen in Sachsen engagieren sich ehrenamtlich und leisten damit einen unschätzbar wertvollen Beitrag für ein funktionierendes Gemeinwesen. Wer bereits einen großen Teil der Freizeit investiert, soll nicht auch noch Urlaub nehmen müssen für Weiterbildung. Wir Bündisgrüne sehen es als Selbstverständlichkeit, Ehrenamtlichen so den Rücken zu stärken."

Demo-Aufruf: Für den Kohleausstieg - Energiepolitischen Irrweg beenden

BÜNDNIS 90/DIE DIE GRÜNEN Sachsen rufen zur Teilnahme an der Demonstration "Für einen 1,5°C kompatiblen Kohleausstieg" am kommenden Sonntag, 7. Mai, am Tagebau Nochten auf. Dazu erklärt Marie Müser, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen:

"Das Ende der klimaschädlichen Braunkohle kommt marktgetrieben sowieso vor 2038. Es geht längst nicht mehr um das ob, sondern darum wie wir den Ausstieg sozial gerecht und wirtschaftlich nachhaltig gestalten. Wir Bündnisgrüne wollen gemeinsam mit den Menschen vor Ort den Strukturwandel gestalten. Die CDU klammert sich verzweifelt an die Zahl 2038 und gefährdet mit diesem energiepolitischen Irrweg den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes."

"Ein breites Bündnis aus der Zivilgesellschaft mobilisiert deswegen zum Tagebau Nochten, um für den Kohleausstieg zu demonstrieren. Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Klimaschutz und einen Freistaat Sachsen, der mit Erneuerbaren Energieland bleibt statt mit schmutziger, teurer Braunkohle in der Vergangengeit zu verharren!"

Hintergrund:
Die Demonstration findest statt am Sonntag, 7. Mai. Startpunkt ist um 12:30 Uhr der Bahnhof Schleife (Bahnhofstraße, Schleife), der zugleich Endpunkt der Demonstration ist.

GRÜNE begrüßen Gründung des Netzwerkes Wildtierhilfe Sachsen e.V. und sagen Unterstützung zu

Am Samstag, 22.4.2023 hat sich in Leipzig das Netzwerk Wildtierhilfe Sachsen e.V. gegründet. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung verletzter und verunfallter Wildtiere in Sachsen zu fördern. Dazu werden Behörden, Tierärzt*innen und Tiere pflegende Stellen in Sachsen wie auch Wissenschaftler*innen der Universität Leipzig eingebunden und miteinander vernetzt. 
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen begrüßen den Vorstoß, deren Initiatorin die Sprecherin der bündnisgrünen Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Tierschutz Prof. Dr. Marina Krautwald-Junghanns, Professorin an der Veterinärmedizinischen Fakultät in Leipzig ist. 
Dazu Landesvorsitzende Christin Furtenbacher:
„Wir gratulieren der Vereinsvorsitzenden Prof. Dr. Marina Krautwald-Junghanns und ihrem Stellvertreter Dr. Daniel Gerber zur erfolgreichen Vereinsgründung. Wir wünschen ihnen und dem gesamten Vereinsvorstand viel Erfolg bei ihrem Vorhaben, die Wildtierhilfe in Sachsen zu stärken. Beim Ziel, verletzten Wildtieren die benötigte medizinische Versorgung zukommen zu lassen, kann der Verein auf tatkräftige politische Unterstützung von uns Bündnisgrünen zählen. Wir GRÜNE setzen uns seit vielen Jahren für eine landesweite Koordination des Wildtierschutzes in Sachsen ein. Gut, dass das Netzwerk Wildtierhilfe Sachsen dies nun in Angriff nimmt.“
Prof. Dr. Marina Krautwald-Junghanns ergänzt: 
"Ein erstes Treffen von mit Wildtieren beschäftigten Personen wird es am 6.5. in Leipzig geben, im Rahmen einer öffentlicher Weiterbildungsveranstaltung  zum Thema "Behandlung und Versorgung verunfallter/verletzter Wildtiere" an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig.“